Mehr Frauen in die Politik
Ausgangslage
Im Sarganserland sind Frauen in der Politik deutlich untervertreten. Im Kantonsrat beträgt ihr Anteil nur 28 Prozent, in Gemeindeexekutiven sogar lediglich 10 Prozent. Eine ausgewogene Geschlechtervertretung fehlt somit auf Gemeinde- wie auf Kantonsebene.
Projektziele
Die Vision ist, die politische Teilhabe von Frauen im Sarganserland langfristig zu stärken und eine ausgewogene Geschlechterverteilung zu erreichen. Mittelfristig soll der Frauenanteil im Kantonsrat rund 30 % betragen, in allen Gemeinden mindestens zwei Frauen in der Exekutive vertreten sein und Parteien mindestens ein Drittel Frauen auf ihren Wahllisten führen.
Projektorganisation
Das Projekt mit der Trägerschaft des Politischen Frauennetzwerks Sarganserland (PFS) zielt darauf ab, die politische Teilhabe von Frauen im Sarganserland nachhaltig zu stärken. Es richtet sich an politisch interessierte Frauen, Parteien, Behörden sowie die Öffentlichkeit und setzt auf Kooperation mit Gemeinden und erfahrenen Fachinstitutionen wie PromoFemina der Fachhochschule Graubünden. Organisatorisch wird das Vorhaben durch die Projektleitung und Teilprojektleitungen getragen, zwölf Frauen und ein Mann wirken insgesamt mit. Das Projekt ist in folgende vier Teilprojekte gegliedert.
Projektinhalte
Teilprojekt "Workshops und Trainings"
Planung und Durchführung von Workshops, Trainings und Mentoring-Angeboten für interessierte Frauen.
Teilprojekt "Parteienarbeit und Sensibilisierung"
Beratung und Austausch mit Parteien, Erarbeitung von Empfehlungen zur Förderung paritätischer Wahllisten.
Teilprojekt "Netzwerk und Austausch"
Aufbau eines regionalen Netzwerks politisch interessierter Frauen, Durchführung von Netzwerkaktivitäten
Teilprojekt "Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit"
Entwicklung und Umsetzung von Kurzvideos, Onlineauftritten, Veranstaltungsformaten sowie Präsenz an Vereinsanlässen.
Der Zeitplan erstreckt sich von 2025 bis 2028, mit einem öffentlichen Projektstart am Siga Ladies Day 2026 und einem Schwerpunkt auf den Gemeinde- und Kantonsratswahlen 2028, welche durch die Nationalratswahlen im Herbst 2027 eingeleitet werden. Die Finanzierung erfolgt durch voraussichtlich Gemeinden, Parteien, den kantonalen Gleichstellungsförderkredit, Eigenleistungen und Teilnehmendenbeiträgen.
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